Mit Künstlicher Intelligenz (KI) bezeichnet man die Fähigkeit, von Maschinen, kognitive Leistungen zu erbringen, die bis dato nur der Mensch erbringen konnte – zum Beispiel Objekte auf Bildern zu erkennen und diese zu klassifizieren. Grundvoraussetzung sind aber immer die Daten, die sowohl in hoher Qualität als auch Quantität vorliegen müssen. Es gilt, je mehr Daten umso besser, damit die lernenden Algorithmen trainiert werden können und dann gute Ergebnisse liefern. Aufgrund der gesteigerten Rechenleistung und der Menge an verfügbaren hochwertigen Daten gibt es derzeit eine Renaissance der KI – insbesondere im Teilgebiet des maschinellen Lernens durch Erfolge in der Bilderkennung und in der Spracherkennung.

Treibende Kraft für Wirtschaft

Das Thema KI wird das nächste Jahrzehnt wesentlich prägen und alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft durchdringen. Insbesondere wird sich KI maßgebliche auf die Produktion (z.B. Industrie 4.0), die Logistik (z.B. Physical Internet), den Energiebereich und das Gesundheitssystem auswirken. Besonders die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine stehen dabei im Vordergrund.

KI in der Medizin

Künstliche Intelligenz in der Medizin

Um das Gesundheitssystem effizienter aufzubauen, ist eine Unterstützung des medizinischen Personals durch Systeme, welche auf KI basieren, ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Kombination und Kollaboration von Mensch und Maschine ist der Schlüssel zum Erfolg, um die Qualität und Effizienz zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken. So kann zum Beispiel ein Algorithmus Melanome (schwarzen Hautkrebs) frühzeitig erkennen, wenn er mit ausreichenden und gut annotierten Bildern von Melanomen und Nicht-Melanomen trainiert wurde. Besonders in der Medikamentenforschung und in der Diagnostik können diese Algorithmen präzisere Ergebnisse erzielen als Menschen.

Die Eingangsdaten und die Ergebnisse der lernenden Systeme müssen entsprechend aufbereitet werden, damit sie auch für nicht IT-Experten (also Mediziner) interpretierbar und verifizierbar sind. Diese Ergebnisse können dann zum Beispiel für Diagnosen, verbesserte Versorgung oder zur allgemeinen Entscheidungsunterstützung weiterverwendet werden. Der breite Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Medizin gibt uns somit die Chance, Krankheiten wesentlich früher zu diagnostizieren, Krankheitsverläufe effektiver zu beobachten und damit Menschen besser zu therapieren und zu versorgen.

KI in Produktion und Logistik

Künstliche Intelligenz in der Produktion

Durch die Digitalisierung von Produktion und Fertigung werden Prozess- und Maschinendaten zunehmend als wesentlicher Teil der Wertschöpfung eines Unternehmens angesehen. Diese Daten aus unterschiedlichster Quellen wie Maschinenkonfigurationen, Sensordaten und ERP-Daten werden mit modernen Methoden aus dem Bereich Data und Visual Analytics sowie Techniken aus Machine Learning zusammengeführt und interpretiert. Damit werden Zusammenhänge, Korrelationen und Muster erkennbar, welche zur Fehler- und Ursachenanalyse sowie zur kontinuierlichen Qualitätsüberwachung und -verbesserung verwendet werden können.

Auch der effiziente, nachhaltige und flexible Güterverkehr profitiert vom Einsatz künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, Transportdienstleister mittels geeigneter Methoden dabei zu unterstützen, flexibel und wandlungsfähig auf dynamischer werdende Märkte reagieren und sich auf die Herausforderungen und Neuerungen des „Physical Internets“ frühzeitig einstellen zu können.

Die KI-Strategie des Landes Oberösterreich

Die RISC Software GmbH als Teil des Forschungsstandortes OÖ, gestaltet wesentlich die KI-Strategie des Landes OÖ mit. Das Ziel ist Oberösterreich als internationale sichtbare Kompetenzregion für Künstliche Intelligenz zu etablieren, sowie neue hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, u.a. durch die Gründung und Ansiedlung von neuen Hightech-Unternehmen, die wiederum weitere Arbeitsplätze nach sich ziehen.

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