Gemeinsam mit Dr. Herbert Haller reichte die Forschungsabteilung Medical Informatics ein Paper mit dem Titel “Technical and Medical Aspects of Burn Size Assessment and Documentation” beim renommierten Journal “Medicina” ein. Die Spezialausgabe thematisiert die Geschichte der Verbrennungspflege. Die Forschungsabteilung Medizin-Informatik beschäftigt sich bereits seit über 20 Jahren mit dem Thema Verbrennungsdokumentation und wird hier weltweit als Experte angesehen. Das langjährige Projekt Burncase (https://risc-software.at/forschungsprojekt-burncase-3d/) befasst sich mit der objektiven Diagnose und Dokumentation auf Basis von virtuellen Patienten.

Der eingereichte Artikel gibt einen Überblick über die Geschichte der Verbrennungsgrößenschätzung und beschreibt bestehende Methoden mit einer kritischen Betrachtung ihrer Vorteile und Grenzen. Traditionelle Methoden, die immer noch von großer praktischer Relevanz sind, wurden ab Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelt. Dazu gehören das “Lund-Browder-Diagramm”, die “Neuner-Regel” und die “Hand-Regel”. Diesen Methoden ist gemeinsam, dass sie von bestimmten Werten für die Oberfläche der verschiedenen Körperteile im Verhältnis zur TBSA ausgehen. Aufgrund der fehlenden Berücksichtigung von Unterschieden hinsichtlich Geschlecht, Alter, Gewicht, Größe und Körperform haben diese Methoden praktische Grenzen. Durch gemeinsame Forschungsarbeit ist es gelungen, dreidimensionale computergestützte Systeme zu entwickeln, die die Körpermerkmale der Patienten berücksichtigen und eine sehr realistische Bestimmung der Verbrennungsgröße ermöglichen.

 

 

Giretzlehner, M.; Ganitzer, I.; Haller, H. Technical and Medical Aspects of Burn Size Assessment and Documentation. Medicina 2021, 57, 242. https://doi.org/10.3390/medicina57030242

Abbildung 1: Zeitleiste der in diesem Artikel beschriebenen Methoden zur TBSA-B-Bestimmung.

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