In vielen medizinischen Bereichen wie z.B. Verbrennungsmedizin, chronischem Wundmanagement, Forensik, etc. ist die betroffene Körperoberfläche von Patientinnen und Patienten ein wesentlicher diagnostischer Faktor – eine Verlaufsdokumentation essentiell. Beispielsweise kann der Erfolg eines Therapieansatzes im chronischen Wundmanagement nur über den zeitlichen Verlauf der Wundgröße und –position beurteilt werden.

Im Forschungsschwerpunkt werden virtuelle 3-dimensionale Patienten-Avatare, die bestmöglich mit den realen Patientinnen und Patienten übereinstimmen, erstellt. Die Avatare werden für objektive Diagnostik und medizinische Dokumentation verwendet. Technische Grundlage hierfür bildet eine plattformunabhängige und generische Umsetzung, die in vielen medizinischen Bereichen angewandt werden kann.

Die Visualisierung und Interaktion der/mit den Avataren erfolgt dabei auf Consumer-Hardware wie Smartphone, Tablet oder PC. Bilddaten werden mittels moderne Machine-Learning Verfahren zu Shape- und Posenanpassung eingesetzt. Auch wenn ein 3D-Scan sicher bezüglich Genauigkeit gewissen Vorteile mit sich bringen würde, wird hier bewusst auf zusätzliche Hardware verzichtet, um einen hohen Akzeptanz- und Durchdringungsgrad zu gewährleisten.

Einen weiteren Forschungsaspekt liefert die Forderung einer möglichst automatisierten Übertragung von Daten aus der realen Welt auf den Patienten Avatar. Diese umfassen dermatologische Situationen, Verbrennungen, Wunden, Röntgenbilder, etc.

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