Vortrag im Kepler Salon

Am 7. Juni 2010 hielten Rima Ashour vom Zentrum für soziale und interkulturelle Kompetenz (http://www.sozialekompetenz.org/) der Johannes Kepler Universität Linz und Michael Krieger von der RISC Software GmbH im Rahmen des Kepler Salons einen Vortrag mit dem Thema: „Abschied von der Privatsphäre? Zur Technologie und Sozialpsychologie des gläsernen Menschen“.

Noch vor wenigen Jahren konnten es sich wenige Menschen vorstellen, private Daten für jeden zugänglich im World Wide Web darzustellen. Ende 2009 führte nun die Onlineplattform Facebook eine globale Änderung der Einstellungen zum Schutz der Privatsphäre aller Benutzer durch. Zu diesem Zeitpunkt wurden Daten von 350 Millionen Anwendern öffentlich. Anfang 2010 rechtfertigte Mark Zuckerberg, der Geschäftsführer und Gründer von Facebook, in einem Interview diese Änderung mit der Aussage: “We decided that these would be the social norms now and we just went for it.” („Wir beschlossen, dass dies nun die sozialen Normen wären und führten es einfach durch.“) 
Während Zuckerbergs Aussage auf viel Kritik und Widerstand stößt (Wie viel Einfluss kann und darf eine einzige Firma auf soziale Normen nehmen?), beschäftigten sich der Vortrag mit der Frage, inwieweit tatsächlich ein Wandel von Normen und Verhalten in Bezug auf die Privatsphäre stattgefunden hat. Warum geben Personen private Daten im Internet viel leichtfertiger weiter als persönlich von Angesicht zu Angesicht? Welchen Beitrag leisten technologische Entwicklungen bei der Entstehung dieses Phänomens?
 Einen Abend lang warfen die Besucher des Kepler Salons einen kritischen Blick auf alte und neue Informationstechnologien und die Sozialpsychologie ihrer Nutzung. Auf der Webseite des Kepler Salons (http://www.kepler-salon.at) besteht die Möglichkeit sich die Aufnahme des Vortrags anzuhören.

Link: http://www.kepler-salon.at/de/Veranstaltungen/Abschied-von-der-Privatsphaere-Zur-Technologie-und-Sozialpsychologie-des-glaesernen-Menschen