Schachinger Next Generation Architecture

Die Firma Schachinger arbeitet am Umstieg einer monolithischen Systemarchitektur zu einer serviceorientierten Architektur (SOA), um eine möglichst anpassungsfähige Abbildung der Geschäftsprozesse in der Systemlandschaft zu gewährleisten. Die RISC Software GmbH wurde mit der Konzeption dieses Projektes beauftragt.

Die SCHACHINGER Logistik Holding konzentriert sich auf den Markt “Logistik Outsourcing” mit einem klaren Fokus auf Branchen-, Industrie- und Projektlogistik.

Schachinger – eine 100%ige Familienholding mit 160 Mio. € Umsatz, mit ca. 600 Mitarbeitern in ihren Tochterfirmen, umfangreichen Immobilien und der eigenen Fuhrparkflotte mit über 130 eigener LKW-Züge, fokussiert ihre Ressourcen – Kapital und Management – auf Branchen-, Industrie- und Projektlogistik und bietet so die Ressourcen eines führenden Logistik-Generalunternehmens und das spezielle Know-how eines Branchenlogistikers.

Die Logistik-Dienstleistung für Kunden aus verschiedensten Branchen mit jeweils sehr individuellen branchenspezifischen Anforderungen stellt auch eine große Herausforderung für die IT-Systeme bei Schachinger dar. IT-Prozesse und Schnittstellen müssen effizient und flexibel an neue Kunden oder geänderte Kunden-Erfordernisse angepasst werden können. Schachingers IT-Systeme – großteils Eigenentwicklungen auf einer IBM AS400 (i5) in der Programmiersprache RPG – stoßen hier vor allem bezüglich Wartbarkeit, Änderbarkeit und Erweiterbarkeit zunehmend an ihre Grenzen. Darüber hinaus ist man mit den eingeschränkten Möglichkeiten einer textbasierten Terminal-Benutzerschnittstelle nicht mehr hundertprozentig zufrieden. Mit grafischen Benutzeroberflächen könnten deutlich mehr Informationen pro Bildschirm, noch dazu in übersichtlicherer Form dargestellt werden.

Bei Schachinger war man deshalb auf der Suche nach neuen, modernen Softwaretechnologien, mit denen man Programme möglichst einfach erweitern oder an geänderte Geschäftsprozesse anpassen kann und die darüber hinaus den Anwendern eine ergonomische, übersichtliche Benutzerschnittstelle bieten. Die bestehenden IT-Systeme sollten nach Auswahl einer geeigneten Technologie schrittweise entweder in die neue Softwarearchitektur integriert oder auf die neue Technologie migriert werden. Das gesamte Vorhaben läuft bei Schachinger unter dem Projektnamen „Next Generation Architecture“. Schachinger beauftragte die RISC Software GmbH mit der Konzeption dieses Projektes.

RISC präsentierte zum Projekteinstieg überblicksartig Konzepte und Technologien, die heute und in Zukunft bei derartigen Aufgabenstellungen eingesetzt werden. Unter anderem wurden auch die Möglichkeiten und Chancen von serviceorientierten Architekturen (SOA) in den verschiedensten Ausbaustufen erörtert.

Danach erhob überblicksartig die aktuelle Systemarchitektur bei Schachinger, die wichtigsten Verbesserungspotentiale und die Kernanforderungen an ein neues IT-System.

Darauf folgte eine umfangreiche, herstellerunabhängige Technologieevaluierung. In Frage kommende Technologien für Benutzeroberflächen, Middleware und Datenzugriffsschicht wurden auf Basis eines vorher gemeinsam zwischen Schachinger und RISC erstellten Kriterienkatalogs ausgewählt und an Hand eines Punktesystems bewertet. Dem Auftraggeber konnte am Ende der Technologieevaluierung somit eine objektive und nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage für seine zukünftige IT-Architektur übergeben werden.

Um die Technologieentscheidung noch zu untermauern, entwickelte RISC einen Prototypen mit der neuen Technologie. Als Prototyp-Aufgabe wurde ein Dispocockpit entwickelt, das den Disponenten alle für ihre täglichen Aufgaben benötigten Informationen auf übersichtliche und flexible Weise zur Verfügung stellt und die derzeit verwendeten unterschiedlichen Datenquellen und Medien (Web, Dispomax, Excel, Telefon, Mail, Papier etc.) so weit wie möglich auf einer grafischen Benutzeroberfläche zusammenführt.