Mit Künstlicher Intelligenz (KI) bezeichnet man die Fähigkeit, von Maschinen, kognitive Leistungen zu erbringen, die bis dato nur der Mensch erbringen konnte – zum Beispiel Objekte auf Bildern zu erkennen und diese zu klassifizieren. Grundvoraussetzung sind aber immer die Daten, die sowohl in hoher Qualität als auch Quantität vorliegen müssen. Es gilt, je mehr Daten umso besser, damit die lernenden Algorithmen trainiert werden können und dann gute Ergebnisse liefern. Aufgrund der gesteigerten Rechenleistung und der Menge an verfügbaren hochwertigen Daten gibt es derzeit eine Renaissance der KI – insbesondere im Teilgebiet des maschinellen Lernens durch Erfolge in der Bilderkennung und in der Spracherkennung.

Maschinelles Lernen, u.a. auf Basis sogenannter künstlicher neuronaler Netze, ist Teilgebiet der KI und schon seit den 50er Jahren bekannt. Deep Learning ist wiederum ein Teilgebiet des Maschinellen Lernens und u.a. durch die wissenschaftlichen Erfolge (Stichwort LongShort-Term-Memory (LSTM)) von Prof. Sepp Hochreiter erfolgreich und populär geworden. Aufgrund der gesteigerten Rechenleistung und der Menge an verfügbaren hochwertigen Daten gibt es derzeit eine Renaissance der KI – diese wird insbesondere durch Erfolge, z.B. in der Bilderkennung oder in der Spracherkennung weiter befeuert.

Das Thema KI wird das nächste Jahrzehnt wesentlich prägen und alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft durchdringen. Insbesondere wird sich KI maßgeblich auf die Produktion (z.B. Industrie 4.0), die Logistik (z.B. Physical Internet), den Energiebereich und das Gesundheitssystem auswirken. Besonders die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine stehen dabei im Vordergrund.

Die RISC Software GmbH als Teil des Forschungsstandortes OÖ, gestaltet wesentlich die KI-Strategie des Landes OÖ mit. Das Ziel ist Oberösterreich als internationale sichtbare Kompetenzregion für Künstliche Intelligenz zu etablieren, sowie neue hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen, u.a. durch die Gründung und Ansiedlung von neuen Hightech-Unternehmen, die wiederum weitere Arbeitsplätze nach sich ziehen.

Um das Gesundheitssystem effizienter aufzubauen, ist eine Unterstützung des medizinischen Personals durch Systeme, welche auf KI basieren, ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Kombination und Kollaboration von Mensch und Maschine ist der Schlüssel zum Erfolg, um die Qualität und Effizienz zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken. So kann zum Beispiel ein Algorithmus Melanome (schwarzen Hautkrebs) frühzeitig erkennen, wenn er mit ausreichenden und gut annotierten Bildern von Melanomen und Nicht-Melanomen trainiert wurde. Besonders in der Medikamentenforschung und in der Diagnostik können diese Algorithmen präzisere Ergebnisse erzielen als Menschen.

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