Im Mai 2011 erfolgte der Startschuss zum Projekt FUTURISC, welches vom BMVIT im Rahmen der FEMtech-Initiative gefördert wurde. Klares Ziel war die Erhöhung der Frauenquote in der RISC Software GmbH. Im Projektzeitraum konnte die Zahl weiblicher Mitarbeiter in der Softwareentwicklung von zwei auf sieben gesteigert werden.

„Die Mühen haben sich bezahlt gemacht“, resümiert das Projektteam zufrieden. Als besonders zielführend erwies sich Studentinnen die Mitarbeit in der RISC Software GmbH im Rahmen von Berufs- und Ferialpraktika zu ermöglichen. Dabei wurden sie stets von einem Mentor bzw. einer Mentorin begleitet, um eine zentrale Ansprechperson für alle Anliegen zu haben. Mittlerweile sind aus zwei Praktikantinnen fixe Mitarbeiterinnen geworden und ein weiterer Teil arbeitet neben dem Studium für die RISC Software GmbH weiter.

Zusätzlich wurden im Projektzeitraum 20 Vorträge an Schulen in Linz, Wels, Hagenberg und Hallstatt abgehalten, um die Begeisterung für Technik rechtzeitig vor Studienbeginn zu wecken. Die Themen umfassten hierbei die Simulation von Augenoperationen am Computer, das globale Positionierungssystem GPS, die Erstellung von Wettervorhersagen und Bioinformatik in der Praxis. Stets wurde dabei Augenmerk darauf gelegt, die Vorträge an das Wissen der SchülerInnen anzupassen. Mag.a Petra Kragl, Professorin am BRG Wallererstraße in Wels, zeigt sich begeistert, denn „so erhielten die SchülerInnen die einmalige Gelegenheit zu sehen, wie ihr theoretisches Wissen später in der Praxis reale Probleme löst.“

Abgerundet wurde das Projekt durch die Überarbeitung der Firmenwebseite, von Werbeunterlagen und der Stellenausschreibungen nach mit der Genderexpertin Frau Mag.a Irmgard Wörtl, Mitarbeiterin der Stabsabteilung für Gleichstellungspolitik an der JKU, erstellten Richtlinien, um der Gleichstellung auch verbal Rechnung zu tragen. Zusätzlich wurde theoretisches und praktisches Wissen rund um das Thema Gendering im Zuge von zwei Workshops vermittelt.

Das Projektteam freut sich mit der Abhaltung der Vorträge einen kleinen Beitrag gegen das gesellschaftliche Klischeebild des/der InformatikerIn geleistet zu haben. Aufgrund des Projekterfolges ist ein weiterführendes Projekt in Planung.