Erfolgreiche Autumn School des EU-Projekts Mr. SymBioMath

Im Rahmen des Projekts Mr.SymBioMath fand von 19. Bis 21. Oktober eine Autumn School an der Johannes Kepler Universität Linz statt, die von den Projektpartnern RISC Software GmbH sowie Integromics S.L. organisiert wurde. Einerseits wurden hierbei die bisherigen Ergebnisse des Projektes interessierten Studenten präsentiert, andererseits wurden die Möglichkeiten der kommerziellen Verwertung der Projektergebnisse erörtert.

 
Der Fokus der Vorträge wurde auf Aspekte der kommerziellen Softwareentwicklung gelegt, die gerade für Studenten am Beginn einer Karriere in der Softwareentwicklung von Relevanz sind. Beispiele für solche Themen sind Softwaresicherheit sowie Modelle der Softwareentwicklung. Es wurde im Rahmen der Vorträge auch auf die interaktive Einbindung der Zuhörer geachtet, so wurden beispielsweise Szenarien, Risiken, und Lösungsstrategien für die Sicherheit von Cloud-Computing-Installationen beispielhaft erarbeitet.

Im Rahmen des EU-geförderten Forschungsprojekts Mr.SymBioMath (www.mrsymbiomath.eu) wird an der Optimierung und Leistungssteigerung von Berechnung aus dem Beriech der Biomedizin und Bioinformatik geforscht. Anwendungsbereiche sind hierbei beispielsweise die Erforschung von allergischen Reaktionen auf Medikamente sowie die Erstellung von evolutionären Stammbäumen unterschiedlicher Tierarten basierend auf genetischer Information.

Computer als Grundlage für Forschung und Entwicklung lösen heute Aufgaben mit einer Geschwindigkeit und Effizienz, die vor einigen Jahren nicht durchführbar und vor Jahrzehnten gar unvorstellbar waren. Jeden Tag werden heute riesige Datenmengen auf Desktoprechnern, Laptops, Tablets, Smartphones und selbstverständlich auch auf so genannten Supercomputern verarbeitet. Letztere ermöglichen u.a. auch die Simulation von Wetterereignissen durch die Lösung von komplexen Gleichungssystemen, helfen bei der Lösung schwieriger Probleme der Quantenphysik oder ermöglichen die Entschlüsselung der Genome von Organismen.

Insbesondere die Genetik ist ein Forschungsbereich, der eine große Fülle an Daten benötigt und auch viele Daten produziert. So benötigt zum Beispiel das sequenzierte Genom eines einzigen Menschen ca. 3 Gigabyte (3.000 Megabyte) an Speicherplatz. Auf Grund dieser Datenmengen und der Notwendigkeit diese Daten möglichst rasch zu verarbeiten, haben Experten begonnen sich mit Lösungsansätzen zur Analyse und Verwaltung von großen Datenmengen, so genannten Big Data, zu beschäftigen.